Was passiert ist
Beim Bau eines Einfamilienhauses wird die Gebäudelage in der Baugrube falsch abgesteckt. Das Haus unterschreitet den Grenzabstand zum Nachbarn geringfügig. Bemerkt wird der Fehler erst, als der Keller bereits im Rohbau steht. Der Nachbar verlangt den Rückbau des Kellers.
Wie der Versicherer geholfen hat
Der Berufshaftpflichtversicherer des Architekten versuchte zunächst, mit dem Nachbarn eine Abfindung auszuhandeln, damit das Gebäude stehen bleiben kann. Der Nachbar lehnte ab und drohte mit Klage.
Daraufhin verhandelte der Versicherer mit dem Bauherrn und erhielt dessen Zustimmung zu einem Sanierungsversuch: Der Keller wurde mit einer schweren Kettenraupe in die richtige Position gezogen. Der Versuch gelang. Für mögliche Risse infolge der Verschiebung verlängerte der Versicherer dem Bauherrn die Verjährung. In den Folgejahren gab es keine Beanstandungen.
Was das für Ihren Versicherungsschutz bedeutet
Ein guter Berufshaftpflichtversicherer ist im Schadenfall mehr als ein Zahler. Er verhandelt mit Nachbarn und Bauherren, sucht technische Lösungen und schafft mit einem Verjährungsverzicht Vertrauen. Wie gut ein Versicherer Schäden bearbeitet, steht in keinem Prospekt – genau deshalb gehört es in die Beratung.
Fragen an Ihren Vertrag
Wer steckt bei Ihren Projekten ab?
Wird ein Vermesser beauftragt, braucht auch er eine eigene Berufshaftpflicht.
Wie erfahren ist Ihr Versicherer mit Bauschäden?
Spezialversicherer für Planer haben eigene Schadenabteilungen mit Bauerfahrung.
Melden Sie früh genug?
Je früher der Versicherer eingebunden ist, desto mehr Lösungen stehen offen.
Der Fall ist einem realen Schadenfall nachgebildet, wie ihn ein auf Planer spezialisierter Versicherer in Fachseminaren schildert. Er ist vereinfacht, Details sind geändert. Er stammt nicht aus meinem Kundenbestand. Keine Rechtsberatung.